Häufige Fragen

Die Antworten auf das, was Elektro- und Solarbetriebe uns am häufigsten fragen. Ihre Frage fehlt? Schreiben Sie an peter@webruf.at - Sie bekommen eine Antwort von einem Menschen, meistens am selben Tag.

Was ist PVProtokoll genau?
Eine Web-App für Elektro- und Solarbetriebe, mit der Sie Inbetriebnahme- und Abnahmeprotokolle für PV-Anlagen, E-Check-Protokolle mit Stromkreisliste, Abnahmeprotokolle für Ladeeinrichtungen (Wallboxen) und Wartungsprotokolle direkt auf der Baustelle am Handy erstellen - mit Messwerten, Fotos, Kundenunterschrift am Display und fertigem PDF mit Ihrem Firmenlogo. Dazu der amtliche Prüfbefund im Originalformular, Kundenkartei, durchsuchbares Archiv, Mängelverfolgung und eine Fristenübersicht, die den nächsten Auftrag von selbst meldet.
Erstellt PVProtokoll den Prüfbefund, den die Förderstelle verlangt?
Ja. Aus den Daten, die Sie ohnehin für das Inbetriebnahmeprotokoll erfassen, befüllt die App das siebenseitige Prüfbefund-Formular für PV-Anlagen im Originallayout - Anlagendokumentation, Strangmessungen und Messgeräte mit Kalibrierdatum inklusive. Für die Förderabrechnung wird der Blanko-Export ausgedruckt, gestempelt und unterschrieben oder mit einer E-Signatur (ID Austria) versehen - eine am Display gezeichnete Unterschrift reicht dafür laut EAG-Abwicklungsstelle nicht. Sie bekommen zwei PDFs: Ihr eigenes Protokoll und den amtlichen Befund. Warum eigene Vorlagen bei der Endabrechnung durchfallen, steht im Artikel zum Prüfbefund.
Was kostet PVProtokoll?
Die ersten drei Prüfbefunde sind kostenlos - ohne Frist und ohne Kreditkarte. Danach zahlen Sie entweder je Protokoll oder pauschal: 19 Euro je fertigem Protokoll ohne Grundgebühr, mit einer Sammelrechnung im Monat. Ein Monat ohne Prüfung kostet nichts. Ab dem zweiten Protokoll im Monat lohnt das Abo mit 29 Euro im Monat oder 290 Euro im Jahr für einen Prüfer, unbegrenzt viele Protokolle. Für Betriebe mit bis zu drei Prüfern 79 Euro im Monat oder 790 Euro im Jahr. Alle Preise netto, zuzüglich Umsatzsteuer. Gekauft wird direkt in der App, bezahlt wird über Stripe. Die zehn Betriebe, die uns von Anfang an begleitet haben, nutzen die App weiterhin kostenlos. Zum Vergleich: Ein Protokoll kostet Sie im Büro rund 35 Minuten, bei 68 bis 115 Euro Verrechnungssatz also 40 bis 67 Euro Arbeitszeit - für ein einziges Protokoll.
Warum braucht jeder Prüfer einen eigenen Zugang?
Weil der Prüfbefund ein Haftungsdokument ist. PVProtokoll trägt am Protokoll und im amtlichen Prüfbefund automatisch ein, wer geprüft hat - Name und Unterschrift der tatsächlichen Elektrofachkraft. Mit einem geteilten Zugang stünde bei jeder Prüfung derselbe Name, egal wer auf dem Dach war; im Streitfall oder bei einer Nachfrage der Förderstelle ist das nicht haltbar. Dazu kommt der Alltag: Verlässt ein Mitarbeiter den Betrieb, sperren Sie einfach seinen Zugang - ein geteiltes Passwort müssten Sie überall ändern. Beim Abo für Einzelprüfer ist ein Zugang enthalten, das Betriebsabo umfasst bis zu drei Prüfer. Bei Pay as you go zahlen Sie ohnehin je Protokoll, unabhängig davon, wer es erstellt hat.
Kann ich damit auch Wallboxen abnehmen?
Ja, dafür gibt es einen eigenen Protokolltyp "Abnahme Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge". Er bringt 15 Sichtprüfpunkte und 11 Funktionsprüfungen mit, inklusive der Ladezustände A, B, C und E und des simulierten Schutzleiterbruchs. Je Ladepunkt erfassen Sie Stammdaten (Hersteller, Type, Ladebetriebsart nach OVE EN IEC 61851-1, Steckverbindung nach OVE EN IEC 62196-2, Schutzorgan) und Messwerte (Isolationswiderstand, Schutzleiterwiderstand, Schleifenimpedanz, Auslösestrom und Auslösezeit). Beim Fehlerstromschutz weist die App direkt am Feld darauf hin, dass Typ A allein nicht ausreicht: Zulässig ist Typ B oder Typ A beziehungsweise F zusammen mit einer Erkennung von Gleichfehlerströmen ab 6 mA. Die Prüfinhalte sind in Anlehnung an OVE E 8101 Teil 7-722 und die OVE-Richtlinie R 30 formuliert. Ein Hinweis zur Ehrlichkeit: Die Ladezustände lassen sich nur mit einem Prüfadapter für Ladebetriebsart 3 simulieren - ohne Adapter lassen Sie die betreffenden Punkte offen, statt sie ungeprüft abzuhaken. Genau das steht auch in der App.
Wie oft muss eine Ladeeinrichtung geprüft werden?
Darauf gibt es in Österreich keine einheitliche Antwort, und deshalb gibt die App auch keine vor. Die Elektroschutzverordnung 2012 nennt Ladeeinrichtungen nicht eigens; es gilt ihre allgemeine Staffelung nach § 9 (Regelfall höchstens 5 Jahre, bei geringer Beanspruchung bis 10 Jahre, bei erhöhter Beanspruchung kürzer). Die OVE-Richtlinie R 30 spricht eine Empfehlung aus. In der Praxis werden bei gewerblich genutzten Ladepunkten häufig 1 bis 5 Jahre angesetzt, abgeleitet aus der Arbeitsmittelverordnung und der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung. Statt einen Wert zu erfinden, schreibt PVProtokoll diese Rechtslage in das Protokoll und überlässt die Festlegung Ihnen. Ein vorgeblendetes Datum wäre bequemer - aber es würde beim Empfänger wie eine behördliche Vorgabe aussehen.
Kann ich beim E-Check jeden Stromkreis einzeln dokumentieren?
Ja. Sie legen die Stromkreise einmal an - "Stromkreise 1 bis 24" auf einen Knopf, mit optionalem Vorsatz wie "UV2-", wenn mehrere Verteiler dieselben Nummern verwenden. Danach erfassen Sie je Stromkreis Verlegeart, Querschnitt, Schutzorgan, Bemessungsstrom und den zugeordneten Fehlerstromschutz, dazu die Messwerte. Im PDF steht eine Zeile je Stromkreis, gruppiert nach Verteiler, mit auf jeder Seite wiederholtem Tabellenkopf. Die Liste hängt an der Anlage, nicht am Protokoll: Bei der nächsten wiederkehrenden Prüfung derselben Anlage ist sie schon da, die Messwerte sind bewusst leer. Und wer keine Stromkreise anlegt, bekommt weiterhin genau das E-Check-Protokoll wie bisher - die Liste ist ein Angebot, keine Pflicht.
Woher weiß die App, welcher Grenzwert gilt?
Bei manchen Messungen steht der Grenzwert fest, bei anderen hängt er von Ihrer Messung ab. Der Mindestwert des Isolationswiderstands richtet sich nach dem Spannungsbereich: 0,5 MOhm bei SELV und PELV mit 250 V Prüfspannung, 1 MOhm bis einschliesslich 500 V. Die zulässige Auslösezeit richtet sich nach der Auslösecharakteristik: 300 ms bei allgemein und G, 500 ms bei selektiver Ausführung. Sie wählen die Angabe je Stromkreis, die App kennt den zugehörigen Wert. Wählen Sie nichts, wird auch nichts geprüft - in der Bewertungsspalte steht dann ein Strich statt einer Aussage. Und eine Grenzwertüberschreitung blockiert nie den Abschluss: Sie ist ein fachliches Ergebnis, das so ins Protokoll gehört, kein Eingabefehler.
Was ist bei größeren Anlagen mit vielen Strings?
Das amtliche Formular bietet Spalten für zwölf Strings und zwei Messgeräte. Hat die Anlage mehr, hängt PVProtokoll dem Export automatisch eine Beilage an: alle Strings mit Leerlaufspannung, Betriebsstrom und Isolationswiderstand, mit Protokollnummer, Anlagenbetreiber und Datum in der Kopfzeile und einem Verweis auf Punkt 3.2.3. Sie müssen nichts händisch zusammenstellen. In der App selbst gibt es keine Begrenzung: beliebig viele Wechselrichter, jeder String wird seinem Wechselrichter zugeordnet.
Kann ich Speicher und mehrere Wechselrichter erfassen?
Ja. Sie legen beliebig viele Wechselrichter mit Typ und Seriennummer an und ordnen jedem String seinen Wechselrichter zu. Akkumulatoranlage und Laderegler werden mit den Feldern erfasst, die der PV-Prüfbefund dafür vorsieht (Abschnitte 3.3 und 3.4), und wandern in beide PDFs.
Sind die Protokolle normkonform?
Die Checklisten und Messfelder sind an den einschlägigen Normen aufgebaut: ÖVE/ÖNORM EN 62446-1 und OVE E 8101 für Österreich - für Ladeeinrichtungen einschliesslich Teil 7-722, OVE EN IEC 61851-1 und der OVE-Richtlinie R 30 -, für Deutschland DIN EN 62446-1 (VDE 0126-23-1), DIN VDE 0100-600, 0105-100 und 0100-722. Inklusive Messgeräteangaben, Grenzwerten, Funktionsprüfungen und empfohlenem nächsten Prüftermin. Zwei Dinge sagen wir dazu ehrlich: Erstens ist im Protokoll jeder Grenzwert danach gekennzeichnet, ob er aus einer Quelle mit Normbezug stammt oder ein Richtwert aus der Prüfgerätepraxis ist - wo sich die Quellen widersprechen, steht bewusst gar kein Wert, sondern ein Hinweis. Zweitens liegt die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung immer bei der ausführenden Elektrofachkraft; die App ersetzt keine Fachkunde.
Ist die Unterschrift am Display rechtlich gültig?
Für Prüfprotokolle und Abnahmebestätigungen gibt es keine gesetzliche Schriftformpflicht - die Unterschrift am Display (einfache elektronische Signatur) ist dafür in der Praxis ausreichend. Zusätzlich hinterlegen Sie Ihre Stampiglie einmal in den Einstellungen; sie erscheint dann auf jedem Protokoll-PDF. Für den amtlichen OeMAG-Prüfbefund gilt das nicht: Die Förderabrechnung verlangt dafür den Blanko-Export, ausgedruckt mit Stempel und Unterschrift oder mit einer E-Signatur (ID Austria). Details in unserem Blogartikel zu digitalen Protokollen.
Wie hilft die App bei festgestellten Mängeln?
Wenn Sie einen Mangel ankreuzen, fragt die App direkt nach einem Foto und setzt im PDF den Verweis "siehe Anhang, Abbildung X". Alle offenen Mängel aus allen Protokollen laufen in einer eigenen Liste zusammen, mit Frist und Foto - das ist gleichzeitig Ihre Nachfassliste für Folgeaufträge. Ist der Mangel behoben, haken Sie ihn ab.
Erinnert mich die App an Wartungen und Fristen?
Ja. Beim Abschluss wählen Sie das Intervall bis zur nächsten Prüfung - von monatlich bis zehn Jahre. Für die wiederkehrende Anlagenprüfung schlägt die App den Regelfall aus § 9 Abs. 2 der Elektroschutzverordnung 2012 vor, mit sichtbarer Quelle; welche Frist tatsächlich gilt, entscheidet die prüfende Fachkraft, nicht die App. Bei kurzen Takten wie monatlich oder vierteljährlich legt die App gleich die ganze Serie über zwölf Monate an, und das Abhaken eines Termins erzeugt den nächsten. Die Fristenübersicht sortiert das Überfällige nach vorne und lässt sich nach Kunde und Art filtern; für den Kunden gibt es einen vorbereiteten Erinnerungstext. Zusätzlich warnt die App, wenn das Kalibrierdatum eines Ihrer Messgeräte in den nächsten 30 Tagen abläuft - bevor ein Befund mit abgelaufenem Messgerät entsteht.
Wo liegen meine Daten?
Auf Servern in der EU (Frankfurt am Main, Supabase/AWS). Jeder Betrieb sieht ausschließlich seine eigenen Daten - technisch erzwungen durch Zugriffsregeln auf Datenbankebene. Details in der Datenschutzerklärung. Auf Wunsch löschen wir Ihr Konto samt allen Daten vollständig.
Brauche ich eine Installation oder Schulung?
Nein. PVProtokoll läuft im Browser auf jedem aktuellen Handy, Tablet oder PC - Zugangsdaten eingeben, fertig. Wer möchte, legt die App über "Zum Home-Bildschirm hinzufügen" als Icon aufs Handy. Beim ersten Login liegen bereits Beispielkunden und fertige Beispielprotokolle bereit, an denen Sie alles ausprobieren können, ohne eigene Daten zu erfassen.
Kann ich meine bestehende Kundenkartei übernehmen?
Ja. Sie laden eine Excel- oder CSV-Datei hoch und ordnen die Spalten einmal zu - Name, Adresse, Telefon, E-Mail. Umgekehrt exportieren Sie Ihre Kundenkartei jederzeit wieder als CSV. Es gibt keine Sperre, die Ihre Daten in der App festhält.
Funktioniert die App auch ohne Internet auf der Baustelle?
Aktuell braucht die App eine Datenverbindung (LTE reicht völlig). Ein Offline-Modus mit automatischer Synchronisation steht weit oben auf unserer Liste und kommt mit dem Feedback der Testbetriebe. Eingaben in einem laufenden Protokoll gehen bei kurzen Verbindungsabbrüchen nicht verloren.
Kann ich mein Firmenlogo auf die Protokolle bekommen?
Ja. Logo, Firmendaten, Name und Qualifikation der prüfenden Person, Unterschrift, Stampiglie sowie Ihre Standard-Messgeräte hinterlegen Sie einmal in den Einstellungen - sie erscheinen dann automatisch auf jedem Protokoll-PDF. Auch das Dateinamen-Schema der PDFs können Sie an Ihre Ablage anpassen.
Wie kommen die Messwerte in die App - tippe ich alles ein?
Die Werte, die ins Protokoll gehören, tippen Sie ein - in einer geführten Maske je Strang, Stromkreis oder Ladepunkt, die deutlich schneller ist als das Papierformular. Das vollständige Messprotokoll Ihres Prüfgeräts müssen Sie aber nicht abtippen: Exportieren Sie es aus der Gerätesoftware und hängen Sie die Datei als Beilage an. PDF-Beilagen kommen mit eigenem Trennblatt hinten an das Protokoll-PDF, CSV und XLSX reisen beim Teilen als eigene Datei mit. Eine direkte Bluetooth-Anbindung gibt es bewusst nicht: Kein gängiges Prüfgerät bietet dafür eine offene Schnittstelle, und der Browser am iPhone darf ohnehin weder an Bluetooth noch an USB. Der Dateiweg ist der einzige, der überall funktioniert.
Was passiert mit meinen Protokollen, wenn es PVProtokoll einmal nicht mehr gibt?
Jedes Protokoll lässt sich jederzeit als PDF exportieren - wir empfehlen ohnehin, PDFs lokal abzulegen. Sollte der Dienst je eingestellt werden, informieren wir rechtzeitig und geben ausreichend Zeit für den Export aller Daten. Das steht so auch in unseren Nutzungsbedingungen.
Für wen ist PVProtokoll gedacht - und wie bekomme ich Zugang?
Für Elektrotechnik- und Solarbetriebe im deutschsprachigen Raum, die PV-Anlagen, Ladeeinrichtungen oder ortsfeste Elektroanlagen errichten, prüfen oder warten. Den Zugang legen Sie selbst auf der Startseite an: Firma, Name, E-Mail, Passwort - er ist sofort aktiv, ohne Zahlungsmittel. Die ersten drei Prüfbefunde sind kostenlos, ohne Frist. Wenn Sie lieber vorher reden: eine kurze Mail an peter@webruf.at genügt.
Wer entwickelt PVProtokoll?
PVProtokoll wird von Webruf (Peter Ruf) in Linz entwickelt - bewusst nah an der Praxis, gemeinsam mit Elektro- und Solarbetrieben aus Oberösterreich, die jede Funktion im echten Einsatz testen. Brauchbares Feedback wird nicht auf eine Roadmap geschrieben, sondern meist innerhalb weniger Tage umgesetzt. Kontakt: peter@webruf.at, +43 660 12 11 559.

Noch Fragen - oder gleich ausprobieren?

Ein Protokoll durchzuspielen dauert keine 10 Minuten. Die ersten drei Prüfbefunde sind kostenlos, ohne Frist - Beispielprotokolle ansehen, selbst entscheiden. Danach 19 Euro je Protokoll oder ein Abo ab 29 Euro im Monat, alle Preise netto.

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